Das eigene Webradio finanzieren und damit Geld verdienen

January 29, 2010

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Das Hobby Internetradio kann durchaus Kosten verursachen, deswegen sollte man für einen ernsthaften Betrieb der notwendigen Ausgaben bewusst sein und sich auch überlegen, wie diese Kosten zu finanzieren sind.

Die Kosten für den Server sind sehr gut kalkulierbar, da sie bei den meisten Anbietern über die Anzahl der maximal möglichen Zuhörer und der Bitrate berechnet werden. Zum Start kann man hier Kosten von ca. €6,- monatlich ansetzen. Oft ist bei diesen Paket auch bereits ein kleiner Webspace sowie ein Domain-Name für den Betrieb einer Homepage dabei, damit man seinen Radiosender auch entsprechend präsentieren kann.

Moderatoren für die einzelnen Sendungen arbeiten meist ehrenamtlich und verursachen keine Kosten – im Gegensatz zu den Lizenzkosten für das Abspielen der Musik. Während die weltweite Organisation der Musikindustrie IFPI bereits vor Jahren eine weltweite Lizenz angekündigt hat, muss man in der Realität immer noch die jeweiligen Verwertungsgesellschaften kontaktieren, die im räumlichen Bereich der Zuhörer zuständig sind. Die GEMA beispielsweise vergibt aktuell eine Webradiolizenz für Webradios mit monatlich bis zu 2700 unterschiedlichen Hörern für €30,-/Monat. Die Regelvergütung der GVL beträgt derzeit €0,000333 pro Musiktitel und Hörer, jedoch mindestens €41,67/Monat (die sich jedoch bei einem reduzierten Tonträgeranteil noch auf die Hälfte reduzieren lassen). Die AustroMechana gibt hingegen keine konkreten Kosten an – die bereits 5 Jahre alten Onlinetarife sehen für Webradio “nach Vereinbarung” vor. Da die Kosten für die Lizenzierung der Musik somit einen nicht unerheblichen Teil der monatlichen Kosten darstellen, ist es unerlässlich, diese in einem kleinen Businessplan darzustellen und bereits vor dem Start des eigenen Sender die entsprechenden Lizenzen bei GEMA, GVL, Austro Mechana, SUISA sowie anderen zu erwerben.

Aktive Promotion wie Schaltung von Online Werbung wie z.B. Google AdWords verursacht zwar zusätzliche Kosten, kann aber zusätzliche Hörer anlocken, was sich wiederum in einer Steigerung der Einnahmen bemerkbar machen kann da die Preise für Werbeflächen auf der Homepage als auch für die Radiowerbung in Ihren Sendungen stark von der Reichweite abhängt.

Zusammenfassend können wir ausgabenseitig vor allem die Kosten für Streamingserver und Musiklizenzierung anführen, einnahmenseitig die Möglichkeiten von Werbeflächen auf der Homepage sowie Radiowerbung in den Sendungen. Sponsoren können gerade den Start des eigenen Senders stark erleichtern.

Hinweis: dieser Artikel ist ursprünglich auf dem HiFi-Blog "Streaming Audio" (www.streaming-audio.de) erschienen.

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