Audiograbber

March 09, 2009

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Audigrabber ist eine kostenlose Software, die das digitale Rippen von Audiodaten – primär von Audio-CD’s – und das anschliessende konvertieren in Zielformate wie WAV, WMA, Vorbis oder MP3 (interne Encoder bzw. jegliche Formate über externe Encoder) ermöglicht. Neben selbstverständlichen Features wie ID3-Tags und FreeDB-Abfrage kann die Freeware CD-Text & Karaoke-CDs auslesen und, Stille-Passagen entfernen und den Lautstärkepegel normalisieren. Durch die einfache Verwendung aber den Reichtum an Einstellmöglichlichkeiten schafft AudioGrabber das Kunststück, sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Benutzer das Programm der Wahl zu sein.

Sprachen

Das Interface ist standardmässig in Deutsch, Französisch, Spanisch sowie Italienisch verfügbar, allerdings können zahlreiche weitere Sprachdateien von der englischen Audiograbberhomepage heruntergeladen werden.

Encoder

Das Programm besitzt wie erwählt interne Encoder für WAV, WMA, Vorbis und MP3, wobei es sich bei letzterem um den Frauenhofer-MP3-Encoder handelt, der aus lizenzrechtlichen Gründen nur mit minimalen Bitraten arbeitet. Hier ist zwingend notwendig, den LAME-MP3-Encoder nachzuinstallieren. Ein fertiges Installationspaket hierzu findet sich auf der Homepage von Christof Heinzle. Alternativ dazu kann man den Blade-Encoder von dieser Adresse (DLL in’s Audiograbber-Verzeichnis kopieren) installieren. Beide Plugins erscheinen als interne Encoder.

Da sich allerdings jeder Encoder, der über Kommandozeile starten+konfigurieren läßt als sog. “Externer Encoder” verwenden läßt, kann der Audiograbber beliebiege andere Zielformate generieren.

Normalisierung

Zu den Stärken des Programmes gehören die vielseitigen Optionen zur Normalisierung des Lautstärkepegels sowie der selektiven Aufnahme (Stille entfernen, nur Teile des Tracks grabben, etc.). Diese Features sind im Anlaßfall sehr nützlich, im breiten Einsatz – gerade beim Archivieren der eigenen CD-Sammlung – sollte man allerdings die Finger davon lassen. Peak-Normalisierung und Klangverdichtung führen effektiv zu einer Änderung des Musikstücks: leise Stelle werden lauter – und auch umgekehrt, die absichtliche Dynamik geht komplett verloren: ein Mozart oder Beethoven klingt dann genauso flach wie der übliche Pop-Einheitsbrei.

Lesemodi

Das Programm kann Audio-CDs wahlweise über den ASPI-Layer vom Betriebssystem auslesen, oder analog von der Soundkarte. Der ASPI-Modus ist langsamer, allerdings werden hier die Daten digital und ohne Qualtitätsverlust ausgelesen, während man im Analog-Modus zwar weitaus höhere Geschwindigkeiten erreicht, allerdings die Daten analog von der Soundkarte abgegriffen und dann wieder digitalisiert werden.

Auch wenn für Archivierung für AudioCD’s der Analogmodus kaum empfehlenswert ist, ermöglicht er doch das Grabben&Codieren von anderen Audioquellen, die über einen LineIn-Eingang angeschlossen werden können, z.B. Minidiscplayer, Plattenspieler oder Micro.

FreeDB

Audiograbber kann Daten zu einer CD aus der FreeDB auslesen, wahlweise von einer lokalen FreeDB oder über das Internet.

Fazit

Mit dem Audiograbber steht ein Programm bereits, dass das Grabben von CD’s vorallem in das MP3 Format schnell und einfach erledigt und vorallem auch für Anfänger geeignet ist. Das Programm verfügt zwar über die Möglichkeit, Checksummen zu berechnen, ein echter Secure-Mode fehlt aber – ein Grund für den Profi auf Programme wie EAC zurückzugreifen. Leider nagt an dem mehrfach ausgezeichnetem Programm der Zahn der Zeit: die aktuelle Version datiert mit 2004, aktuelle Features wie GAP-Detection, Unicode oder CUE-Sheets fehlen.

Hinweis: dieser Artikel ist ursprünglich auf dem HiFi-Blog "Streaming Audio" (www.streaming-audio.de) erschienen.

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